Offene Türen für den Vorderen Westen

Nach einer Bauzeit von 17 Monaten öffnet die Kirche im Hof erneut ihre Türen. Bei einem Empfang zur Wiedereröffnung am Freitag, den 30. September, berichteten verantwortliche Gemeindemitglieder sowie der Architekt Holger Möller über die Freuden und Schwierigkeiten des Umbaualltags. Oberbürgermeister Bertram Hilgen gratulierte der Gemeinde zu den schönen, erneuerten Räumlichkeiten und bedankte sich für das umfangreiche Engagement in Kassel und dem Quartier Vorderer Westen.

„Wir haben die Möglichkeit offen gelassen, einen Einblick in die Umbauphase zu bekommen“, scherzte der Architekt Holger Möller während des Empfangs zur Wiedereröffnung der Kirche im Hof am Freitag, den 30. September. Nach der 17 Monate andauernden Umbauzeit ist die Neugestaltung der Kirche im Hof noch nicht ganz abgeschlossen. Doch schon jetzt strahlen die hellen, einladenden Räumlichkeiten Gemütlichkeit aus. Die ersten Überlegungen zum Umbau der Kirche im Hof kamen im Jahr 2011 auf. Am 1. Mai 2015 begann die Gemeinde das Vorhaben in die Tat umzusetzen. 26 Firmen arbeiteten an der Neugestaltung mit, 40 Freiwillige im Alter von 13 bis 84 Jahre legten gemeinsam Hand an, darunter auch Geflüchtete aus Syrien und Irak, die in der Gemeinde ein neues Zuhause gefunden haben. „Die Zusammenarbeit in der Umbauzeit war toll“, berichtet Holger Möller. „Die Gemeinde ist an der Architektur interessiert und hat durch die Beteiligung dem Gebäude eine individuelle Prägung gegeben. Dieses Projekt hat einfach Spaß gemacht.“ Den Umbau im Wert von einer Million Euro ermöglichten zahlreiche Spenden sowie Fördergelder des Landes Hessen. 34 000 Euro stellte der Aktion Mensch e.V. zur Verfügung, 200 000 Euro übernahm die Initiative Aktive Kernbereiche in Hessen. „Die Zuschüsse aus den öffentlichen Fördermitteln waren notwendig, um die Räumlichkeiten an die vorgegebenen Richtlinien für Veranstaltungs- und Tagungsräume zum Beispiel im Bereich des Brandschutzes anzupassen“, erklärt der Gemeindeleiter Hans-Hermann Schneider.

„Das hat uns gefehlt“

Nach einem ausführlichen Bericht über die Bauzeit sowie die Geschichte der Kirche im Hof als ehemaliges Gasthaus mit einer Nazivergangenheit gratulierte Oberbürgermeister Bertram Hilgen den Gemeindemitgliedern zur Wiedereröffnung und betonte die Bedeutung der Gemeinde im Quartier: „Ich möchte mich dafür bedanken, was sie für Kassel und die Menschen im Vorderen Westen getan haben: Nämlich ihre Räume zu öffnen. Das ist ein wertvoller Beitrag und ich danke ihnen, dass sie es auch weiterhin tun wollen.“ Die geöffneten Türen sind für die Mitglieder der Kirche im Hof ein wichtiges Motto, so konnten schon vor dem Umbau der Ortsbeirat Vorderer Westen und der Verein Kassel West e.V. die Räumlichkeiten der Gemeinde nutzen. „Es ist beeindruckend, was für eine Gemeinschaft hier zum Tragen kommt, die so einen Bau bewältigen kann. Ich bin froh, dass die Kirche im Hof für den Vorderen Westen wieder offen ist. Das hat uns gefehlt“, sagt Steffen Müller, Ortsvorsteher des Stadtteils Vorderen Westen. „Die Kirche im Hof ist ein wichtiger Ort für die demokratische Diskussionkultur hier im Stadtteil“, betont darüber hinaus der Vorsitzende des Vereins Kassel West e.V. Andreas Schmitz und verweist auf die ersten Prozesse bezüglich des Umbaus der Friedrich-Ebert- sowie der Goethestraße, die in diesen Räumen ihren Anfang nahmen. Im Anschluss an den Empfang konnten die Gäste sich die neugestalteten Räume anschauen, einen kleinen Imbiss genießen und mit Sekt auf den Erfolg der Gemeinde anstoßen. Im Anschluss fand darüber hinaus das Konzert der Gospelchöre Lichtverteilung – Ahnatal und des Internationalen Gospelchors der Kirche im Hof statt.

Eröffnung Kirche im Hof am 30. September 2016

05. Okt 2016 |

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