Neuer „Hoffnungs-Baum“ in der Parkstraße

Große Freude beim Verein „Essbare Stadt“ und der Initiative „Bäume in der Parkstraße“: An der Parkstraße 18, Ecke Annastraße, trafen sich am Freitag, 25. Okober, Mitglieder und Schaulustige, um feierlich einen jungen Korbinian-Apfelbaum zu pflanzen.

„Ich würde mich freuen, wenn aus unserer Vision Wirklichkeit wird und in ein paar Jahren vielleicht hier Leute vorbeikommen und sich einfach mal einen Apfel pflücken“, sagt Karsten Winnemuth, Essbare-Stadt-Vorstand. Im Rahmen der 1100-Jahr-Feierlichkeiten wurde sein Verein „Essbare Stadt“ beauftragt, 1100 Fruchtgehölze in Kassel zu pflanzen. Viele Bäumchen findet man bereits in den Stadtteilen Waldau und Unterneustadt und auch im Vorderen Westen steht bereits ein Jubiläumsbaum. Sie alle halten Einzug in das städtische Baumkataster. Das Prinzip der „Essbaren Stadt“ habe bereits Schule gemacht, berichtet Winnemuth. Deutschlandweit haben andere Städte begonnen, das Konzept des 2009 gegründeten Vereins zu übernehmen und im öffentlichen Raum Obst und Gemüse anzubauen.
Bezug zu Apfelbildern auf der documenta
Beim Korbiniansbaum in der Parkstraße schwingt jedoch noch ein einmaliger, symbolischer Gehalt mit: Die Liedermacherin Veronika Blum wählte ganz bewusst diese Sorte Korbinian Aigner für diesen Standort aus. Der katholische Pfarrer und Pomologe, der mit seinen Apfelbildern gleichfalls auf der letzten documenta vertreten war, ist für sie eine Leuchtfigur der Hoffnung. Im Dritten Reich für viele Jahre im Konzentrationslagern inhaftiert, züchtete der „Apfelpfarrer“ weiter an seinen geliebten Apfelbäumen. Im Gedenken an ihn ließ man 1985 diese Apfelsorte vom bedrückenden Namen KZ-3 in den Korbiniansapfel umbenennen.
Ein „Hoffnungsbaum“ war an dieser Stelle genau die richtige Wahl, meint Veronika Blum. Zum einen als Zeichen gegen das Vergessen, zum anderen, weil in der Parkstraße vor einem Jahr zwei Altbäume gefällt wurden, für deren Erhalt sich die Initiative eingesetzt hatte. Mit diesem jungen Baum soll das Engagement der Initiative und anderer Bürger im Stadtteil seinen Ausdruck finden als „konstruktive, lebendige Kraft“, die im wahrsten Sinne des Wortes Früchte tragen kann.“ In etwa drei bis vier Jahren könnte es damit soweit sein, schätzt Karsten Winnemuth.
Der Verein und die Initiative haben über laufende Vernetzungsarbeiten zueinander gefunden. Mit dem Jungbaum aus der Bio-Baumschule Walsetal bei Dietzenrode haben sie nun ihre Zusammenarbeit besiegelt.
Nach der offiziellen Pflanzung und Beschriftung des Korbinian-Apfelbaums klang die Veranstaltung beim gemütlichen Zusammensein mit Liedern von Veronika Blum aus.

28. Okt 2013 | Parkstraße

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