„Ein echtes Statement!“

Fünf Architekturbüros entwickelten für das in der Westendstraße geplante Hochhaus im Rahmen eines Gutachterverfahrens ihre Entwürfe. Das Stadtbüro stellt diese noch bis zum 20. Mai aus.

Foto: Stadtbaurat Christof Nolda bei der Ausstellungseröffnung

„Wir suchen immer nach Orten, wo wir in guter Art und Stadtbild verträglich, Wohnbebauung machen können. Dabei ist uns ein geeigneter Ort aufgefallen“, eröffnete Stadtbaurat Christof Nolda die Ausstellung im Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße am Mittwoch, den 13. Mai. Er meinte damit eine Teilfläche der sogenannten Grünen Banane, zwischen der Königstorhalle und einem Mehrfamilienhaus der GWH. „Das ist ein bedeutendes Grundstück“, erklärte Christian Wedler von der GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen. „Deswegen sind wir auf den Vorschlag der Stadt, nicht mit eigenem Architekten zu bauen, sondern ein Gutachterverfahren zu initiieren, sofort eingestiegen.“ An dem Gutachterverfahren nahmen fünf Kasseler Architekturbüros teil. Die Aufgabenstellung war offen formuliert und umfasste die Parkerschließung, die Planung einer Tiefgarage sowie die Orientierung an einer bestimmten Größen- und Kostenordnung. Die Vorschläge wurden schließlich vom Architekturbüro Schmidt sowie Carlo Frohnapfel vom der Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz der Stadt Kassel vorgeprüft. „Wir haben eine objektive Bewertung der eingereichten Vorschläge vorgenommen, die Einhaltung der Rahmenbedingungen kontrolliert und die Projekte anschließend der Jury präsentiert“, erklärte Friedhelm Schmidt vom Architekturbüro Schmidt.

Hommage an die Architektur der 1950er Jahre
Die Jury bestand aus sieben Personen: Christof Nolda, Stadtbaurat der Stadt Kassel, Volker Mohr, Leiter Stadtplanungsamt, sowie Steffen Müller, Ortsvorsteher des Vorderen Westens, auf der stadtpolitischen Ebene. Der Bauherr war durch Christian Wedler sowie Harald Urban, Christine Ochs und Barbara Prenzel vertreten. Das Verfahren konnte der Entwurf des Architekturbüros Roller Architekten GmbH für sich entscheiden. Den zweiten Platz bekam der Architekt Clemens Kober. Des Weiteren reichten die Baufrösche Kassel, Reichel Architekten BDA sowie das Architekturbüro Schulze + Schulze ihre Entwürfe ein. Bei der Eröffnung der Ausstellung waren alle Architekturbüros vertreten. Auch viele Bürger zeigten Interesse an dem Projekt. „Alle Arbeiten waren sehr gut“, berichtet Christian Wedler. „Bei dem Gewinner-Entwurf handelt es sich aber um ein echtes Statement.“ Das elfgeschossige Gebäude mit einem hohen Glasanteil soll über 2400 Quadratmeter verfügen. Die Anzahl der Eigentumswohnungen ist nach dem heutigen Stand der Planung noch nicht bekannt. Der „neue Riese“ im Quartier wird laut Wedler eine Hommage an die Architektur der 50er Jahre sein und kein klassischer Mainstream.

Die Pläne können noch bis einschließlich Mittwoch, 20. Mai im Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße begutachtet werden.Die Öffnungszeiten sind: Montag und Donnerstag von 9 bis 13 Uhr sowie Dienstag und Mittwoch von 15 bis 19 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon 0561 - 60 285 630.

18. Mai 2015 |

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