Neuer Boulevard Friedrich-Ebert-Straße kurz vor Fertigstellung: Arbeiten nur noch auf stadteinwärtiger Fahrspur

Nach rund zweieinhalb Jahren befindet sich der Aus- und Umbau der Friedrich-Ebert-Straße zum Boulevard jetzt auf der Zielgeraden. Mit einem großen Baustellenfest haben Stadt und Stadtbüro FES gemeinsam mit Anliegern und Geschäftsleuten das Ende der Vollsperrung gefeiert. Ab sofort fährt wieder die Straßenbahn durch die Friedrich-Ebert-Straße, in Kürze ist auch die stadtauswärtige Fahrspur wieder freigegeben. Ende November sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Offizieller Startschuss am 5. September für die Tram mit Vertretern von Stadt Kassel, Planern, Ingenieuren, der Aktionsgemeinschaft Friedrich-Ebert-Straße sowie dem Ortsbeitrat Mitte und Vorderer Westen

Es ist fast geschafft: Der Umbau zum Boulevard Friedrich-Ebert-Straße befindet sich auf der Zielgeraden. Mit einem großen Baustellenfest haben Anwohner und Geschäftstreibende jetzt gemeinsam mit der Stadt Kassel sowie dem Stadtbüro FES das Ende der siebenwöchigen Vollsperrung gefeiert. Oberbürgermeister Bertram Hilgen sagte dazu: „Die Bauarbeiten in den Sommerferien waren ein Kraftakt für alle Beteiligten – vor allem für die Anwohner und Geschäftsleute in der Friedrich-Ebert-Straße. Jetzt haben wir auf dem Weg zu einem neuen Boulevard einen Meilenstein erreicht.“

Ab sofort fahren wieder die Straßenbahnen im regelmäßigen Takt durch die Friedrich-Ebert-Straße und ab Montag, 7. September, ist die stadtauswärts führende Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben.
Stadtbaurat und Verkehrsdezernent Christof Nolda: „Mit dem Ausbau wird eine Aufwertung der Straße und des Quartiers und damit mehr Lebensqualität und Attraktivität für Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer sowie ÖPNV-Nutzer erreicht. Der Boulevard Friedrich-Ebert-Straße ist zusammen mit der bereits Ende 2013 fertig gestellten Umgestaltung der Goethestraße ein wesentliches Projekt der Stadtentwicklung. Die verkehrlichen und städtebaulichen Anforderungen an moderne Stadträume sind hier beispielhaft umgesetzt.“

Auf rund 800 Meter Straßenlänge zwischen Ständeplatz und Goethestraße wurden neue Kanäle gebaut, Fernwärmeleitungen ergänzt und das Wasser-, Gas- und Stromleitungsnetz umfassend erneuert. Die Straßenbahn und der Kfz-Verkehr wurden auf einer Fläche gebündelt, wodurch Raum für breite Gehwege und damit ausreichend Platz zum Flanieren entstanden ist.
Der Mittelstreifen als Querungshilfe für die Fußgänger, die durchgängigen Radverkehrsanlagen und der barrierefreie Neubau der drei Tramhaltestellen vervollständigen das umfassende Leistungspaket des barrierefreien Straßenausbaus. Den Anliegern und Kunden stehen nach der Fertigstellung 160 öffentliche Parkplätze zur Verfügung - das sind 35 Plätze mehr als vor dem Umbau.

Auch für die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) kehre allmählich wieder Normalität ein, sagte ihr Vorstandsvorsitzender Andreas Helbig. Den Fahrgästen biete sich jetzt eine aufgewertete und modernisierte ÖPNV-Strecke in Kassels Vorderem Westen. Helbig „Auf mehr als 850 Metern haben wir die komplette Schienentrasse aus- und wieder eingebaut. Mit allem, was dazugehört: Schienen, Schwellen, die ganze Fahrleitungsanlage, wir haben insgesamt vier Weichen und zwei Kreuzungen erneuert, sechs Haltepunkte zum größten Teil neu gebaut oder grundlegend modernisiert.“ Er gehe zudem davon aus, dass die Straßenbahnen durch den neuen Unterbau und die asphaltierte Oberfläche künftig noch etwas ruhiger rollen werden. Beides solle Geräusche dämpfen.

Karin Jasch aus dem Referat Städtebau und Städtebauförderung im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zeigt sich von der durch das Ministerium unterstützten Baumaßnahme begeistert: „Sie haben dem Programm Aktive Kernbereiche in Kassel mit Ihrem Team ein beispielhaftes Profil gegeben und den Menschen im Fördergebiet mehr Lebensqualität verschafft.“
Der ab November von 80 Bäumen gesäumte Boulevard mit mehreren kleinen, wie Perlen an einer Schnur aufgereihten Plätzen, bildet für die Anwohner, Geschäftsleute und für die Stadtöffentlichkeit einen hochwertigen urbanen Lebensraum in zentraler Stadtlage.
Auf der Südseite gehen die Bauarbeiten aber weiter. Hier werden noch der Parkstreifen und der Radfahrstreifen ausgebaut. Deshalb bleibt auch die stadteinwärts führende Fahrbahn weiterhin gesperrt. Ende November werden die Bauarbeiten dann abgeschlossen sein. Pünktlich zur Adventszeit steht dann der Boulevard im Glanz einer durch die Einzelhändler finanzierten Weihnachtsbeleuchtung vollständig zur Verfügung.

Bereits die mit dem Baustellenfest zum Ausdruck gekommene Kooperation von Stadt und Anliegern ist für Oberbürgermeister Hilgen ein wertvolles Kennzeichen dieses Projektes: „Das intensive Engagement der Anlieger und Geschäftsleute bei der Planung und während der Bauzeit hat zur Akzeptanz und zum Erfolg dieser Maßnahme wesentlich beigetragen.“ Beeindruckt habe ihn zudem die Bereitschaft von 30 freiwilligen Helferinnen und Helfern, die in den sieben Wochen der Vollsperrung mit einem Golf-Cart in über 500 Fahrten mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen und Bürger im Bereich der Friedrich-Ebert-Straße beförderten. Organisiert wurde dieser Service vom Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße in Kooperation mit dem Kasseler FreiwilligenZentrum.

Hintergrund:
‚Anbaggern‘ hieß es am 2. März 2013 auf der Friedrich-Ebert-Straße. Es war der Startschuss für den Ausbau der Straße zum Boulevard. In den zweieinhalb Jahren hat die Stadt Kassel gemeinsam mit der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG, KASSELWASSER, der Städtische Werke Netz + Service GmbH und der Städtische Werke Energie + Wärme GmbH die Friedrich-Ebert-Straße zwischen Ständeplatz und Goethestraße ausgebaut.
Mit der Planung und Bauleitung hat die Stadt Kassel die drei Büros PLF – Planungsgemeinschaft Landschaft + Freiraum, Kassel, das Ingenieurbüro Oppermann, Vellmar und die KVC Bau- und Verkehrsconsulting Kassel GmbH beauftragt und gemeinsam mit dem Baustellenkoordinator des Ingenieurbüros Oppermann das Projekt koordiniert.
Die Straßen- und Gleisbaumaßnahmen wurden durch die ‚ARGE Ausbau Friedrich-Ebert-Straße‘ bestehend aus der Heinrich Rohde Tief- und Straßenbau GmbH, der Hermanns HTI-Bau GmbH, der Hermann Riede Straßen- und Tiefbau GmbH und der Martin Rose GmbH ausgeführt.
Der Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße wird über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz und das Städtebauförderprogramm „Aktive Kernbereiche in Hessen“ von der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Hessen, der Stadt Kassel und der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG sowie durch Straßenbeiträge der Anlieger finanziert. Die Kosten des Straßen- und Gleisbaus betragen rund 15 Mio. Euro. Die Anlieger tragen davon etwa 1,9 Mio. Euro.
Das Baustellenfest am 5. September zum Ende der Vollsperrung wurde organisatorisch durch das Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße und finanziell durch die Wintershall Holding GmbH, die cdw Stiftungsverbund gGmbH, die Brunsch & Meyer Grund und Boden AG sowie durch die Städtische Werke Netz + Service GmbH unterstützt.

07. Sep 2015 |

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