Friedrich-Ebert-Straße ab 17. Juli für Autos komplett gesperrt

Der Ausbau der Friedrich-Ebert-Straße geht in die Endphase: Dafür wird die Straße ab Freitag, 17. Juli, für den Autoverkehr vollständig gesperrt. Rücksicht auf Anlieger wird auch in der heißen Bauphase groß geschrieben: Gemeinsam haben alle Beteiligten im Vorfeld dafür ein umfangreiches Konzept erarbeitet. Für Fußgänger sind die Bürgerseite immer offen.

Zwischen Goethestraße und Ständeplatz wird die Friedrich-Ebert-Straße ab Freitag, 17. Juli, für sieben Wochen komplett gesperrt. Bis zum Ende der Sommerferien am 6. September werden die Gleise neu verlegt und neue Fahrbahnen gebaut. Die Baustelle startet damit in ihre intensivste Bauphase, bevor im September die Restarbeiten beginnen. Bauherren sind die Stadt Kassel und die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG).

Vorarbeiten ab dem 13. Juli
Zur Vorbereitung der Baustelle wird bereits ab Montag, 13. Juli, der Parkplatz Hinter der Komödie gesperrt. So ist es möglich, frühzeitig Materialien und Geräte anzuliefern. In der Friedrich-Ebert-Straße werden ab Freitagmorgen, 17. Juli, die Parkplätze im Bereich des Baufeldes gesperrt. Für den Verkehr gesperrt wird die Friedrich-Ebert-Straße ab etwa 15 Uhr durch den Aufbau der Bauzäune und Verkehrszeichen. Ab 20 Uhr stellt auch die Straßenbahn im Baufeld ihren Betrieb ein. Im Anschluss beginnt die KVG in Nachtarbeit mit dem Rückbau der Fahrleitungen. Am Samstag um 7 Uhr starten dann die Bagger, um in vier Streckenabschnitten parallel die Schienen und die alte Fahrbahndecke auszubauen.
Von Freitag, 24. Juli, bis Samstag, 8. August, wird zusätzlich die Einmündung Ständeplatz in Fahrrichtung Fünffensterstraße gesperrt, um hier die Gleisanbindung herzustellen.

Baustelle ist organisatorischer Kraftakt
„Die Baustelle ist für die Baufirmen ein organisatorischer Kraftakt“, betont Thomas Sternberger, Leiter des Sachgebiets Straßenneubau im Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, hat die Stadt sich daher entschieden, dass während der siebenwöchigen Bauzeit an sechs Tagen in der Woche von Montag bis Samstag täglich dreizehn Stunden gearbeitet wird. „Die Firmen werden jeweils von 7 bis 22 Uhr vor Ort sein“, erläutert Sternberger. Hinzu komme jeweils eine halbe Stunde Vor- und Nachlauf, in der die Baustelle morgens in Betrieb genommen und abends wieder geräumt wird. „In den Abendstunden werden nur ruhige Arbeiten ausgeführt“, sagt Sternberger mit Rücksicht auf die Anlieger. „Zum Beispiel werden dann die Fahrleitungen für die Straßenbahn ab- und aufgebaut und Kabel eingezogen.“

In drei große Bauabschnitte gegliedert
Die Bauarbeiten sind in drei große Abschnitte gegliedert: In den ersten zweieinhalb Wochen werden in vier Bauabschnitten gleichzeitig die alten Oberflächen und Gleise abgetragen und ausgebaut. Karlheinz Rüffer, städtischer Projektleiter, verdeutlicht den Umfang der Arbeiten: „ In dieser kurzen Zeit werden rund 1.000 Lkw-Ladungen Aushub aus der Baustelle abgefahren. Und fast ebenso viel Material für den Neuaufbau der Straße wird auch wieder eingebaut.“
Anfang August beginnen die Gleisbauarbeiten: Zunächst wird der Gleisstrang stadtauswärts verlegt, danach folgt die Gegenseite. Parallel dazu beginnt als dritter Schritt ab Mitte August die Herstellung der neuen Fahrbahnflächen mit Beton- und Asphaltarbeiten. In der Fahrbahnmitte entsteht ein gepflasterter Trennstreifen, der es Fußgängern später erleichtert, die Straße zu überqueren

Rücksicht auf Anlieger wird groß geschrieben
Rücksicht auf Anlieger wird auch in der heißen Bauphase groß geschrieben. Gemeinsam haben alle Beteiligten im Vorfeld dafür ein umfangreiches Konzept erarbeitet. Der für die Bauablaufplanung zuständige städtische Planer Jens Herzbruch erläutert: „Mit dieser dicht getakteten Baustelle sind im Tagesbetrieb deutliche Lärmbelastungen verbunden. Wir haben mit unserem Bauablaufkonzept für die Anwohner aber die Nächte als echte Ruhezeiten gesichert.“ Zusätzlich bleiben auch die Sonntage baufrei.
Während der Vollsperrung sind die Gehwege auf beiden Seiten der Straße durchgängig für den Fußverkehr frei. Damit sind alle Geschäfte und Adressen weiterhin erreichbar. Damit Fußgänger die Baustelle queren können, werden drei Fußgängerfurten eingerichtet: An den Querstraßen Westendstraße, Friedrich-Engels-Straße und Karthäuserstraße. Sicherungsposten leiten dort die Fußgänger durch das Baufeld zur anderen Straßenseite. Für Bürgerinnen und Bürger im Quartier, die durch die Baustelle Schwierigkeiten mit ihren alltäglichen Wegen haben, steht das Stadtbüro als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Freiwilligenzentrum und den Ortsbeiräten Mitte und Vorderer Westen wird Hilfe bei der Querung der Straße und der Überwindung längerer Wege im Baubereich, beispielsweise zum Bus, zur Straßenbahn, zum Taxistand oder zum Arzt, angeboten. Neben ehrenamtlichen Helfern kommt auch ein Elektromobil zum Einsatz. Stadtteilplaner Carlo Frohnapfel vom Stadtplanungsamt ist erfreut: „Die Hilfsbereitschaft im Stadtteil ist beeindruckend, hier ziehen alle an einem Strang.“
Für Autos stehen in der heißen Bauphase nur die Seitenstraßen zur Verfügung, so dass Autofahrer weitere Wege einplanen müssen. In den Seitenstraßen richtet die Stadt Haltepunkte für Taxen und Kurzparkzonen ein, um Wege zum Beispiel zu Arztpraxen für Patienten möglichst kurz zu halten. Auf der stadteinwärtigen Straßenseite ist eine Baustraße eingerichtet, die auch vom Lieferverkehr genutzt werden kann. Rettungsdienste und Feuerwehr können alle Gebäude uneingeschränkt anfahren. Sie werden im Einsatzfall über die Gehwege oder das Baufeld geleitet. Die Müllentsorgung wird von den Stadtreinigern weiterhin direkt an den Gebäuden gewährleistet.

Baustellenkoordinator ist Ansprechpartner
Ansprechpartner für alle Fragen zum Baubetrieb und zur Organisation großer Anlieferungen wie Möbel oder Heizöl, Umzüge und Ähnliches ist der von der Stadt eingesetzte Baustellenkoordinator Yves Vogt. „Damit stellen wir sicher, dass die Betroffenen immer wissen, an wen sie sich wenden können“, sagt Herzbruch. „Die sieben bevorstehenden Wochen sind für alle Beteiligten keine leichte Zeit – sowohl die Anwohner als auch die Geschäftsinhaber und die Dienstleister werden noch einmal stark belastet. Aber alle Baubeteiligten arbeiten mit Hochdruck daran, diese Belastung so gering wie möglich zu halten.“ Die Aussicht auf den neuen Boulevard entschädige für die schwierige Phase.

KVG sichert ÖPNV durch Umleitungen und Ersatzverkehr
Während der Vollsperrung fährt auch keine Straßenbahn durch die Friedrich-Ebert-Straße. Die KVG richtet für die Linie 8 einen Ersatzbusverkehr zwischen der Hessenschanze und der Innenstadt ein. Dieser hält im Bereich der Baustelle an den Bushaltestellen in der Kölnischen Straße (Bismarckstraße und St. Familia) sowie im Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Straße/Querallee (hier nur stadtauswärts). Die Tramlinie 4 wird über die Wilhelmshöher Allee umgeleitet. Die Linie 7 entfällt zwischen Innenstadt und Bahnhof Wilhelmshöhe. Aktuelle Informationen zum ÖPNV veröffentlicht die KVG im Internet unter www.kvg.de (Fahrplan => Baustellen und Umleitungen).

Anliegerfest zum Abschluss der Vollsperrung
Zum Abschluss der Vollsperrung wollen die Anlieger gemeinsam mit dem Stadtbüro und der Stadt am Samstag, 5. September, ein Fest entlang der Straße feiern: Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Bei Musik und unterschiedlichen Aktionen entlang der modernisierten Friedrich-Ebert-Straße können die Veränderungen begutachtet werden.
Die Straßenbahnen fahren bereits ab dem 5. September, 14 Uhr, wieder. Für den übrigen Verkehr wird die Friedrich-Ebert-Straße ab Montag, 7. September, im Laufe des Vormittags stadtauswärts wieder freigegeben. Nach den Sommerferien wird nur noch auf der Straßenseite stadteinwärts gebaut. Hier werden bis Ende November die Parkstreifen und der Fahrbahnstreifen auf den vorher als Baustraße genutzten Flächen hergestellt. Im November werden auf beiden Straßenseiten Bäume gepflanzt, die auch aus diesem Abschnitt der Friedrich-Ebert-Straße in Zukunft eine Allee machen. Mit Beginn der Adventszeit ist der Boulevard dann fertiggestellt.

Kontakte:
Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße 32-34, Simone Mäckler und Jens Franken, Telefon 0561/60285630
Baustellenkoordinator Yves Vogt, Ingenieurbüro Oppermann, Telefon 0561/829070

13. Jul 2015 |

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