Ein Park für alle Generationen

Am Donnerstag und Freitag, den 7. und 8. Juli, fand in der Grünen Banane ein Beteiligungsverfahren zur Umgestaltung des Grünzuges statt, der sich von der Parkstraße bis zum Königstor erstreckt.

Gunther Burfeind (Spiel- und Beteiligungsmobil Rote Rübe), Daniela Ritter (Kinder- und Jugendbüro der Stadt Kassel), Ludger Röken (Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel) und Wolfgang Wette (Planungsbüro Wette und Kühneke, Göttingen, v.l.n.r.)

„Es ist alles gut hier“, sagt ein Junge, beugt sich über den am Boden liegenden Plan zur Neugestaltung der Grünen Banane und verteilt darauf einige lächelnde Gesichter, die Plus-Punkte. „Aber nur ein Trampolin, das kann Streit geben und lange Schlangen“, antwortet ein anderer und legt einen traurigen Motzpunkt auf das Trampolin-Foto.
Auf eine solch spielerische Weise konnten Kinder und Jugendliche den Mitarbeitern und Helfern vom Spiel- und Beteiligungsmobil Rote Rübe ihre Meinung zur Zukunft der Grünen Banane kund tun. Bereits 2012 und 2014 führte die Stadt Kassel Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen durch. Das Planungsbüro Wette und Kühneke aus Göttingen nahm viele Ideen und Vorschläge in seinen Vorentwurf auf. Schließlich präsentierte die Rote Rübe am Donnerstag und Freitag, den 7. und 8. Juli, direkt vor Ort in der Grünen Banane das Ergebnis und fragte erneut nach der Meinung von Kindern, Jugendlichen und bei diesem Mal auch der von Eltern, Senioren und Anwohnern.

„Ein generationenübergreifendes Verfahren“
Während am Donnerstag noch die Meinung von Kindern und Jugendlichen im Vordergrund stand, legte man am Freitag viel Wert auf die Rückmeldungen von Eltern und Anwohnern. Die Eltern der Kita Rappelkiste luden zu Kaffee und Kuchen ein und der Förderverein der Königstorschule war mit einem Getränke-Obststand vertreten. Vertreter des Planungsbüros Wolfgang Wette und Jana Steinbeck standen den Interessierten Rede und Antwort. Darüber hinaus informierte Ludger Röken vom Umwelt und Gartenamt über die weitere Vorgehensweise. „Für mich hat es eine große Bedeutung, dass es ein generationenübergreifendes Verfahren ist. Die Räume auf dem Plan sind sortiert, damit sind verschiedene Nutzergruppen berücksichtigt“, so Röken. Die Zukunft der Grünen Banane könnte folglich so aussehen: Während die Oma und Opa sich auf dem Multifunktionsplatz auf eine Bank im Schatten zurückziehen, machen es sich Mama und Papa auf der Wiese bequem und schauen den kleinen und großen Kindern beim Spielen und Schaukeln zu. „Wir wollen den ganzen Grünzug öffnen und alle Zäune entfernen. Die Grünen Banane wird für die Nutzer aller Generationen erschlossen. Das finde ich toll“, fasst Ludger Röken die Pläne zusammen.

Die Stadt gestalten
Die Möglichkeit zur Gestaltung ihrer eigenen Umgebung nutzten an diesen beiden Tagen viele Menschen. Lehrer sowie auch Klassensprecherinnen und -sprecher führten, unterstützt von den Pädagogen, im Vorfeld Befragungen an Schulen durch und brachten die Ergebnisse in einem großen Stapel von Umschlägen den Mitarbeitern der Roten Rübe. Diese wiederum werteten die ausgefüllten „Motz-und Lobvorlagen“ für die weiteren Planungen aus.
Auch Jugendliche nahmen die Gelegenheit wahr. „Es wäre schön, wenn die dunklen Treppen neben der Turnhalle wegkommen. Die Büsche stören und mehr Lichtquellen wären gut“, sagt der 17-jährige Nikos. „Ich hätte gern eine ruhige Ecke mit Holztischen, Bänken und einem Mülleimer. Außerdem wäre ein Fußballplatz gut“, erwidert der 16-jährige David. Die Eltern hingegen sind um die Sicherheit ihrer Schützlinge besorgt oder versuchen auf dem Plan die lang ersehnte große Rutsche oder weitere Favoriten des eigenen Kindes unterzubringen.
Mehr Sitzgelegenheiten und Begegnungsorte wünschen sich de Senioren. Ob die Vorschläge, Ideen und Anregungen umgesetzt werden können, entscheidet sich 2017 nach dem Bau des multifunktionalen Stadtplatzes Annastraße, dem der Umbau der Freiflächen in der Grünen Banane folgen soll.

Die aktuellen Planungen
Der vorgestellte, vom Göttinger Büro Wette und Kühnecke entworfene Plan beinhaltet mehrere Bereiche für unterschiedliche Nuztergruppen und -interessen. Darunter eine Spielecke mit Sandboden und einer Schaukel für kleine Kinder, eine Sechseckschaukel mit Kiesboden als Fallschutz, ein Klettergerüst, ein Trampolin sowie einen Basketballplatz mit Boden aus Gummigranulat. Das Grün möchte das Planungsbüro weitgehend erhalten, da dieses den Kindern Spiel- und Versteckmöglichkeiten bietet. Die Treppe zur Turnhalle im Königstor wird zu einem hellen und offenen Raum umgestaltet. Darüber hinaus sollen weitere Sitzmöglichkeiten mit Bänken und Tischen entstehen. Spiel und Spaß erwartet die Besucher des Stadtplatzes auch auf der Nordseite der Friedrich-Ebert-Straße. Dort soll den kleinen Gästen ein Murmelspiel, eine kleine Klettermöglichkeit sowie eine Schaukel zur Verfügung gestellt werden. Trotz der umfänglichen Planungen bleibt genug Grün, um es sich mit einer Decke im Park gemütlich zu machen und das Flair des neuen Platzes zu genießen. Die neue Grüne Banane bietet für jeden einen Platz.

13. Jul 2016 |

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