Bescheide der Städtebauförderung in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro an Stadtbaurat Christof Nolda

Die Stadt Kassel erhält 2.189.000 Euro aus Bund-Länder-Programmen der Städtebauförderung, die durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz bereitgestellt werden. Staatsministerin Priska Hinz überreichte die Förderbescheide aus den Programmen Soziale Stadt, Stadtumbau und Aktive Kernbereiche am 30. Oktober in der Kesselschmiede/ Skatehalle Mr. Wilson im Stadtteil Rothenditmold an Stadtbaurat Christof Nolda. Das Fördergebiet Aktive Kernbereiche erhält in diesem Jahr 606.000 Euro.

Staatsministerin Priska Hinz mit Stadtbaurat Christof Nolda in der Skaterhalle in Rothenditmold bei der Übergabe der Förderbescheide (Foto: Soremski)

„Die Stadterneuerungsprogramme erfüllen die Funktionen eines städtebaulichen Investitionsprogramms mit erheblicher Anstoßwirkung für andere öffentliche und private Investitionen. Daher freue ich mich, heute gleich mehrere Förderbescheide aus drei verschiedenen Stadtentwicklungsprogrammen über insgesamt 2.189.000 Euro an die Stadt Kassel überreichen zu können“, erklärte Priska Hinz, Hessens Ministerin für Stadtentwicklung. Weiterhin betonte sie, dass die Förderprogramme auch Leitprogramme zur Integration wichtiger Politikfelder, wie beispielsweise Beschäftigung, Jugend- und Sozialpolitik, Umwelt- und Klimapolitik, Wohnungsbau sowie Wirtschaftsförderung sein können.

„Die Städtebauförderung ist ein zentrales Instrument der Stadtentwicklung als Gemeinschaftswerk von Bund, Land und Kommune. Die in den letzten Jahren durch diese Förderung ermöglichten Maßnahmen haben entscheidenden Anteil an der positiven Entwicklung der Stadt Kassel“, erklärte Stadtbaurat Christof Nolda. „Wegweisende Projekte wie die Ansiedlung des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) am Kulturbahnhof im Programmgebiet Rothenditmold, der Kinderbauernhof im Wesertor, die Umgestaltung der Goethestraße und der Friedrich-Ebert-Straße sowie Wohnumfeldmaßnahmen in Oberzwehren konnten mit Unterstützung dieser Förderung bereits realisiert werden.“

Durch die Erarbeitung Integrierter Entwicklungskonzepte mit Beteiligung von Bewohnern, Trägern und Einrichtungen aus den Gebieten erzielten die Bund-Länder-Programme der Städtebauförderung beachtliche ökonomische Effekte. Durch die Förderung werde eine Anstoßwirkung für weitere private oder öffentliche Investitionen in Höhe des sechs- bis zehnfachen der eingesetzten Mittel erzielt, die den Gebieten zusätzlich zugutekomme.
Der Erfolg der Städtebauförderung liegt in der integrierten Betrachtung der ausgewählten Fördergebiete. Neben der städtebaulichen Entwicklung spielt die erfolgreiche Verzahnung mit bildungs- und beschäftigungspolitischen, kulturellen oder jugend- und sozialpolitischen Zielen und Programmen bis hin zur EU-Ebene eine entscheidende Rolle für das Gelingen der Gesamtmaßnahme. Ressortübergreifende Zusammenarbeit auf kommunaler wie auf Landesebene ist hier gefragt.
Jugend- und Gesundheitsdezernentin Anne Janz ergänzt: „Mit Hilfe der Städtebauförderung und angegliederten Programmen hat auch die soziale Infrastruktur in den geförderten Stadtteilen einen deutlichen Schub erfahren. So sind zum Beispiel neue Einrichtungen entstanden, die Bildungsaspekte, Gesundheitsförderung und Stadtteilentwicklung vorbildlich miteinander verknüpfen. Gute Beispiele sind die Kesselschmiede in Rothenditmold sowie der Kinderbauernhof und die Freestylehalle im Wesertor, die soziales Lernen, Spaß an Bewegung und Naturerfahrungen für Kinder und Jugendliche fördern und sich einer großen Nachfrage erfreuen.“

Die Stadt Kassel hat im aktuellen Programmjahr eine Vielzahl von Projekten beantragt:

Programm Aktive Kernbereiche im Fördergebiet Friedrich-Ebert-Straße und Königsstraße
Das Fördergebiet Aktive Kernbereiche erhält in diesem Jahr 606.000 Euro. Mit dem Betrag wird die sehr erfolgreiche Arbeit des Kernbereichsmanagements (Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße) bis 2019 gesichert. Auch die Kosten für die Aufwertung des Grünzugs „Grüne Banane“ im Vorderen Westen sind damit weitestgehend gesichert. Der erste Bauabschnitt der „Grünen Banane“, der Stadtplatz Annastraße, wird ab Sommer 2016 gebaut. Weiterhin werden die bereitgestellten Mittel für die Grunderneuerung und durchgängig einheitliche Gestaltung der Königsstraße eingesetzt. Insbesondere die Neupflanzungen des Baumhains im Randbereich des Friedrichplatzes werden die Aufenthaltsqualität positiv beeinflussen.

Stadtumbau in Oberzwehren
Die für das Stadtumbau-Fördergebiet Oberzwehren bewilligten Mittel in Höhe von 238.000 Euro ermöglichen es, im Quartier Brückenhof eine weitere Wohnumfeldmaßnahme zur Aufwertung der wohnungsnahen Freiräume durchzuführen. Mit den Fördermitteln soll eine umfangreiche Erneuerung der Außenanlagen in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße 1 bis 23 und der Heinrich-Plett-Straße 62 bis 84 gefördert werden. Die GWH plant hier die Schaffung von Spiel- und Aufenthaltsbereichen, eine Erneuerung der Wege und Hauseingangsbereiche und eine Neuordnung der Müllstellplätze und der Fahrradabstellplätze. Auf der Grundlage der Mittelbewilligung kann für dieses Projekt im kommenden Jahr eine Anliegerbeteiligung zur Planung durchgeführt und die konkrete Planung erstellt werden.

Soziale Stadt in Rothenditmold
Das Programmgebiet Rothenditmold erhält in diesem Jahr 796.000 Euro. Neben den regel-mäßigen Aufgaben wie Stadtteilmanagement und Öffentlichkeitsarbeit sollen aus den Mitteln beispielsweise eine Machbarkeitsstudie für den Nordflügel am Kulturbahnhof, Querungshilfen in der Wolfhager Straße, Gestaltungselemente und Fahrradabstellanlagen im Ortskern Rothenditmolds, ein weiterer Bauabschnitt des Zukunftshauses mit zusätzlichen Schulungs- und Werkstattflächen und die Sanierung des Umkleidegebäudes auf dem Sportplatz Mittelfeldstraße gefördert werden. Die Förderung einer Machbarkeitsstudie für die Nutzung durch Kulturschaffende in der „Alten Hammerschmiede“ mit dem Ziel der Sicherung einer Teilnutzung als Kulturstandort und bereits in den vergangenen Jahren beantragte Sanierungsmittel für die „Kesselschmiede“/ den Skateboardverein Mr. Wilson sind abhängig von verbindlicher Kooperation des Eigentümers mit den förderwürdigen Initiativen.

Soziale Stadt im Wesertor
Für den Stadtteil Wesertor steht in diesem Jahr eine Förderung in Höhe von 549.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden sollen hiermit neben dem Stadtteilmangement und der Öffentlichkeitsarbeit für den Stadtteil unter anderem Konzepte für Potenzialstandorte wie z.B. für den Bereich Fuldatalstraße und Ostring / Wilhelm-Speck-Straße, die Verbesserung der Gehwege und Parkflächen an der Ysenburgstraße, eine Fuß- und Radwegeverbindung zwischen Fuldatalstraße und Klärwerk, die Umgestaltung des Schulhofs Goethe-Gymnasium an der Ysenburgstraße sowie weitere Wohnumfeldmaßnahmen für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen des Stadtteils.

02. Nov 2015 |

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