Beispielprojekt - Fassadensanierung

Die Hausnummer 35 bekam ein neues Gesicht. In der Friedrich-Ebert-Straße renovierte die Familie Meyerrose nicht nur die Fassade Ihres Gebäudes, sondern nahm viel Geld in die Hand, um Ihren Traum vom Leben und Arbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße wahr zu machen. Der Zuschuss aus dem Fassadenprogramm brachte Ihnen diesen Traum einen Schritt näher.

„Das ist unser Lebenswerk“

Wohnen, leben, arbeiten: Stéffi und Ingo Meyerrose bringen in der Friedrich-Ebert-Straße 35 ihr gemeinsames Schaffen unter einem Dach zusammen. Ein Mehr an Lebensqualität für die ganze Familie.

Da, wo die kleine Stéffi vor Jahrzehnten zusammen mit ihren Freundinnen auf dem Fahrrad die Gegend erkundet, ist sie heute als aktive Mutter mit ihren beiden Jungs unterwegs und entdeckt die Orte ihrerKindheit ganz neu. „Für mich war das in jeder Hinsicht ein Nachhausekommen“,sagt Stéffi Meyerrose neben ihrem Mann Ingo sitzend. Hinter der riesigen Fensterfront des großen Ballsaals scheint dem Tanzlehrer-Ehepaar die Morgensonne in die Gesichter. Traumhaft.

Bis die beiden einen solchen Moment in ihrem eigenen Tanzlokal genießen können, war es ein langer Weg.

Vom Hobby zum Beruf

Für die heranwachsende junge Dame ist es irgendwann an der Zeit, einen Tanzkurs zu besuchen, befindet Stéffis Mutter.„Natürlich ahnte sie nicht, was das für Folgen haben würde“, lacht die ausgebildete Tanz- und Kindertanz-Lehrerin, die mit ihrem heutigen Mann bald einen ebenso tanzbegeisterten Partner an ihrer Seite hat.

Als Paar tanzen sie Turniere und beschließen, sich professionell ausbilden zu lassen, um ihr gemeinsames Hobby zum Beruf zu machen. Sieben Jahre verbringen die beiden Kasseler in Bonn und machen in der ehemaligen Bundeshauptstadt ihre ersten Unterrichtserfahrungen.

Damit reift in ihnen der Wunsch, mit einer eigenen Tanzschule selbstständig zu werden. Sie entschließen sich, es anzugehen und siehe da: Ein paar Tage später klingelt das Telefon. Claus-Peter Lückert bietet ihnen an, seine Tanzschule in der Friedrich-Ebert-Straße zu übernehmen. Einen weiteren innigen Wunsch können sich die Eheleute damit erfüllen: ihre Rückkehr in die alte Heimat.

Im rustikalen Ambiente der Lückert‘schen Tanzschule nehmen die Meyerroses Anfang 2005 ihre Arbeit auf. Vorsichtig, mit wenig Geld, um kein allzu großes Risiko einzugehen, starten sie.

Ihr Konzept kommt bei den Tanzschülern gut an, nach zwei Jahren denken sie über Umbau und Erweiterung nach. Innerhalb von fünf Wochen werden die Räume entkernt und neu gestaltet. Die heutigen Hausbesitzer können nun in zwei Tanzsälen arbeiten.

Traum von eigener Tanzschule wird wahr

Die Tanzschule wächst weiter, es wird zu eng. „Gehen oder bleiben?“, ist die Frage vor der Meyerroses nun stehen. Sie wollen in der Stadt bleiben, überlegen, neu zu bauen und schauen sich nach Grundstücken um. Fazit: Zu teuer, um darauf „nur“ eine Tanzschule mit einer Wohnung zu errichten.

Bliebe also noch das Haus, in dem sie schon arbeiten und investiert haben. Sie sprechen den Eigentümer an. Er ist offen für ihr Anliegen. Im Juni 2010 wechselt das Haus seine Besitzer. „Naja,bis jetzt gehört noch alles der Bank. Und in 30 Jahren, wenn das Haus abbezahlt ist, gehört es schon fast den Kindern“, sagt Stéffi Meyerrose mit einem Augenzwinkern.

„Eine Tanzschule in unseren eigenenRäumen - das ist unser Lebenswerk.“ Auch kaufmännisch ist eine eigene Immobilie sinnvoll. Eine Tanzschule braucht viel Raum, womit entsprechende Mietkosten einhergehen. „Die zahlen wir lieber in die eigene Tasche“, so ihr Mann, der die Geschäfte führt.

Dass jetzt noch Büroetagen und zwei Läden dazugehören, war so nicht geplant. Aber das Haus gibt es nur ganz. Oder gar nicht.

Mit ihrem Architekten planen die Meyerroses eine umfängliche Modernisierung einschließlich energetischer Sanierung, um zeitgemäße Büroräume zu schaffen, ihre Tanzschule zu erweitern und im Staffelgeschoss eine attraktive Stadtwohnung herzurichten. Standen vor dem Umbau noch die Hälfte der Flächen leer, können die neuen Eigentümer jetzt ihre Mieter aussuchen. Im Gespräch mit Nachbarn und beim Runden Tisch gibt es viel Anerkennung für dieses Engagement, das sich wie ein Puzzleteil sehr gut in die übergeordneten Planungen für die Friedrich-Ebert-Straße einfügt. „Wenn ein Quartier aufgewertet wird, haben wir alle einen Nutzen davon“, sagen Stéffi und Ingo Meyerrose und sind überzeugt, dass andere Hausbesitzer ihrem Beispiel folgen werden.

Wir lieben das, was wir machen“

Was sie tut, betrachtet die jungeFamilie als ein für sich stimmiges Gesamtkonzept. „Wir lieben das, was wir machen und sind eins mit unserer Tanzschule. Immer in der Nähe unserer Kinder zu sein, war das einzige, was für uns in Frage kam. Nicht ins Grüne zu ziehen war eine klare Entscheidung. Wir haben sieben Tage die Woche geöffnet und durch die Tanzschule bestimmte Tagesabläufe. Auch wenn wir nachts um eins ins Bett fallen, fängt der Familienalltag morgens um sieben an.“

Arbeitet Vater Ingo im Büro, kann dieFamilie gemeinsam zu Mittag essen und bevor die Tanzschule um 15 Uhr öffnet, noch mit den Kindern spazieren gehen. Ihr Auto sehen die Meyerroses manchmal ganze zwei Wochen nicht, weil sie von hier aus viel zu Fuß erledigen können. „Nicht weit von hier gibt es schicke Grünanlagen und ich erkunde jetzt die vielen Ecken meiner Kindheit neu.“ Für Stéffi und Ingo Meyerrose ist es ein Stück Lebensqualität, hier zu wohnen.

Kompromisse für Gestaltungsbeirat

Neu zu erkunden gilt es auch den Ämter-und Behörden-Dschungel. Darauf angesprochen, denken sie sofort an eine„Begegnung der dritten Art“ mit dem städtischen Gestaltungsbeirat, dem sie ihre Planungen vorstellten.

Um den Wohnraum zu vergrößern soll das Staffelgeschoss nach vorn gezogen werden, das Erscheinungsbild zur Straße soll eine klassische Lochfassade bilden. Keine dieser Ideen stößt auf Gegenliebe.„Herr Meyerrose, verzichten Sie doch darauf, Ihre Wohnung zu vergrößern und stecken Sie das eingesparte Geld in die Fassade“, so die lapidare Empfehlung, deren Mehrkosten sich im sechsstelligen Bereich bewegt hätten.

Für die Bauherren eine Dreistigkeit.

Die Kompromisslösung ist ein durchgehendes Fensterband, für dessen Mehrkosten eine Förderung in Aussicht gestellt wird. Das Staffelgeschoss wird kleiner als geplant.

Insgesamt bewerten die Bauherren ihre Zusammenarbeit mit der Stadt sehr positiv. „Statt nach Problemen hat das Bauamtmit uns zusammen immer nach Lösungen gesucht.“

Und so konnten Stéffi und Ingo Meyerrose in „ihrer“ Straße eine beispielhafte Lösung für ein aufstrebendes Quartier schaffen.

Tel: 0561. 60 285 - 630
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