„Wir wollen beteiligt bleiben!“

Der Freiraum als Perle im Quartier, das Miteinander der Generationen und Kulturen, Mehrgenerationen-Wohnen, eine Art Botanischer Garten, ein Wochenmarkt, eine Bebauung um die Sporthalle, eine positive soziale Kontrolle: die Ideen der Bürgerinnen und Bürger zur „Grünen Banane“ waren so vielfältig, wie die Bürgerschaft selbst.

Jens Franken, Mitarbeiter des Stadtbüros Friedrich-Ebert-Straße, ruft den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern am Ende der Beteiligungsveranstaltung zum Freiraum zwischen der Albert-Schweitzer-Schule im Norden und dem Luisenplatz im Süden zu: „Danke, dass Sie gekommen sind und so aktiv mitgearbeitet haben.“
Davor lagen gute zweieinhalb Stunden intensive Arbeit. Ines Schulz und Holger Möller, Landschaftsplanerin und Städtebau-Architekt, stellten den Interessierten das Planungsgebiet mit seinen Stärken und schwächen vor, ohne jedoch schon eigene Ideen zu formulieren. Den von der Stadt Kassel mit der Konzeptentwicklung beauftragten Planern geht es an diesem Abend darum, „in erster Linie auf Ihre Ideen einzugehen.“
Holger Möller gibt einen kurzen historischen Abriss und zeigt dann in Wort und Bild den aktuellen Stand des Planungsgebietes.
Die „Grüne Banane“, so der Arbeitstitel - das Planungsbiet zeigt sich auf dem Plan gekrümmt wie diese Südfrucht - ist eine durchgrünte Stadtlandschaft, die die klare Handschrift des Wiederaufbaus nach dem Krieg trägt. Licht, Luft, Sonne - das waren die in der damaligen Planungskultur vorherrschenden Aspekte bei der Wohnbebauung nördlich und südlich der Friedrich-Ebert-Straße. Bebaute man in der Gründerzeit die Blockränder und bekam dadurch zusammenliegende Innenhöfe, wie im Vorderen Westen heute noch vielfach zu erleben, finden sich rund um die Friedrich-Ebert-Straße sogenannte Zeilenbauten mit hohem Grünanteil zwischen den Gebäuden - auch Abstandsgrün genannt und in seinen Nutzungen oftmals nicht klar definiert.

Kreative Ideen aus der Bürgerschaft
Besonderes Augenmerk legten die Planer bei ihrer Vorstellung auf Wege und Erschließung, Querungsmöglichkeiten über die Friedrich-Ebert-Straße. Sie stellten städtebauliche und freiräumliche Qualitäten ebenso wie die Problemzonen des Gebietes vor.
Anschließend teilten sich die Bürgerinnen und Bürger in zwei Gruppen auf, um gemeinsam mit den Planenden und den Mitarbeitenden des Stadtbüros in eine intensive Diskussion über ihre Wahrnehmungen, ihre Ideen und Wünsche einzusteigen, die sie dann in der großen Gruppe wieder zusammentrugen.
Das Umfeld der Sporthalle und Teile der Freiflächen als Angst-Raum, unbeleuchtete Wege, Stellplatz-Probleme, fehlende Kleinkind-Spielangeobte, Auslaufflächen für Katzen und Hunde, ungeklärte Grundstücksverhältnisse, große Höhenunterschiede zwischen Luisenplatz und Friedrich-Ebert-Straße waren Stichworte auf der Negativ-Liste.
Dem gegenüber standen viele kreative Ideen und Anregungen, die die Bürgerschaft den Planenden mit auf den Weg gab: Der Freiraum als Perle im Quartier, das Miteinander der Generationen und Kulturen, Mehrgenerationen-Wohnen, eine Art Botanischer Garten, ein Wochenmarkt, eine Bebauung um die Sporthalle, eine positive soziale Kontrolle.
In der Debatte kristallisierte sich heraus, dass eine Wohnbebauung rund um die Sporthalle große Zustimmung findet und dass es den Grünraum im inneren der „Grünen Banane“ von Bebauung möglichst freizuhalten gilt.

Offen für weitere Anregungen
Ines Schulz und Holger Möller nahmen eine Reihe von Anregungen mit, die sie als wichtige Impulse betrachten, wie sich das Gebiet entwickeln wird. „Die Gruppen waren sehr spannend und realitätsbezogen“ so Holger Möller. Die Ideen aus der Bürgerschaft werden die Planenden aufgreifen und auch die Ergebnisse der parallel stattfindenden Kinder- und Jugendbeteiligung in ihre Überlegungen einbeziehen.
Etwa Anfang Dezember wollen sie dann ihre Ergebnisse vorstellen. Für manche der Anwesenden war dieser „Rückzug“ ins stille Kämmerlein nach dieser Beteiligungsveranstaltung nicht die wünschenswerteste Variante. „Im Sinne der Beteiligungskultur, wären wir gern weiter beteiligt“, so eine Bürgerin. „Wie geht das?“ war die Frage an die Planenden.
Ines Schulz und Holger Möller sagten zu, für weitere Anregungen offen zu sein und gern auch noch eine weitere Diskussionsrunde einzurichten. Simone Mäckler und Jens Franken vom Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße sind die zentrale Anlaufstelle für weitere Ideen, Wünsche und Anregungen.

Kontakt:
Stadtbüro
Friedrich-Ebert-Straße 32
3417 Kassel
Tel. 0561-60 285 - 630
stadtbuero@friedrich-ebert-strasse.net
www.friedrich-ebert-strasse.net

Bildergalerie Beteiligung "Grüne Banane"

11. Okt 2012 | "Grüne Banane" | Beteiligung | Quartier

Tel: 0561. 60 285 - 630
Email

Baustellenbericht
Grünzug Motzberg

MONITORINGBERICHT 2017
MONITORINGBERICHT 2017 Programm Aktive Kernbereiche
Leerstandsmanagement
Newsletter

Der schnellste Weg
zu aktuellen Infos
Newsletter abonnieren

Das Logo als Download