„Das Potenzial dieser Straße ist riesig!“

Vielfältige Möglichkeiten für ein kreatives Baustellenmarketing zeigte die Informations- und Beteiligungsveranstaltung für Gewerbetreibende, Dienstleister und Freiberufler am 28. November auf.

„Anbaggern“ zur Baustelleneröffnung Ende Januar, Sommerfeste, Adventsaktionen, riesige Banner an Gebäuden, eine mittendrin-Baustellenausgabe, Flugblätter mit Rabatt-Coupons, Bonuskarten, Foto-Wettbewerbe, Kinderbaustelle, Baustellenbegehungen, Schubkarren-Wettbewerbe, ein Maskottchen, „Erlebnisbaustelle“, Baustellenfrühstück, Open-Air-Tanzkurse, eine Baustellenabschlussfeier: Nach vielfältigen Informationen durch die Planer der Stadt Kassel, das Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße, die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Bebelplatzanlieger waren die anwesenden Gewerbetreibenden, Dienstleister und Freiberufler aufgerufen, ihre Ideen für einen positiven Umgang mit der bevorstehenden Baustelle einzubringen. In den Räumen der Kirche zum Hof herrschte dabei eine kreative Arbeitsatmosphäre in der die Ideen nur so sprudelten.

„Mit der Baustelle arbeiten“
„Es muss nicht immer der ganz große Aufwand sein, die Baustelle aktiv mitzugestalten“, referierte Christine Neumann von der IHK Kassel über Erfahrungen zum Baustellenmarketing in anderen bundesdeutschen Städten.
„Scheuen Sie sich nicht, auch verrückte Ideen zu entwickeln“, rief Jörg Robbert, Inhaber der Buchhandlung am Bebelplatz, den Anwesenden zu, als er von den Erfahrungen der Bebelplatzanlieger berichtete, die „ihren“ Umbau schon seit einigen Jahren hinter sich haben. Bereits im Planungsprozess und besonders über die schwierige Baustellenzeit haben sich die einzelnen Anbieter rund um den Bebelplatz kennengelernt und vernetzt. Auch weil es eine positive öffentliche Wahrnehmung der Bebelplatzanlieger gab, konnten diese ihre Interessen und Forderungen auch gegenüber der Stadt sehr gut vertreten. „Entscheidend ist es, nicht gegen, sondern mit der Baustelle zu arbeiten und diese positiv anzunehmen“, resümierte Robbert seine Erfahrungen.
Als Tipp gab der Bebelplatzanlieger den Anwesenden mit: „Erhöhen Sie zeitig ihr Werbebudget. Der Kunde, der in der Bauphase nicht in Ihren Laden kommt, findet andere Wege, sich zu versorgen.“

„Gemeinsam gut über die Baustelle kommen“
In der Friedrich-Ebert-Straße werden alle Geschäfte und alle Häuser über die gesamte Bauzeit erreichbar sein. „Die Stadt Kassel wird auf ihren Bauschildern und mit vielen anderen Informationen dafür sorgen, dass dies auch für jeden sichtbar ist“, sagte Stadtplaner Jens Herzbruch den Anliegern. Die Planer haben es geschafft, die enorm komplexe Baustelle so zu organisieren, dass die etwa 800 Meter zwischen Ständeplatz und Annastraße in nur drei Jahren umgebaut werden können.
Dabei bleibt die Straße durchgängig befahrbar - gebaut wird immer nur auf einer Straßenseite. Die Gehwege werden beidseitig offen bleiben, die Straßenbahn fährt – bis auf die Sommerferien 2014 und 2015 - alle Haltestellen bleiben in Betrieb und Parken findet überall dort statt, wo gerade nicht gebaut wird.
„Wir wollen die Baustelle so abwickeln, dass es für Sie als Anlieger funktioniert und wir und Sie gut über die Baustelle kommen“, so der Planer. Die Perspektive nach der Baustelle: die Friedrich-Ebert-Straße als ein von Baumreihen gegliederter Boulevard mit hoher Aufenthaltsqualität und attraktiven Geschäften, die den neu gewonnenen Platz auch für sich nutzen können.
Die versammelten Anlieger ließen sich von dieser Aussicht inspirieren und entwickelten gemeinsam erste Ideen, wie sie die Baustelle für sich auch als Chance nutzen können. Ihr einstimmiges Fazit an diesem Abend: „Das Potenzial dieser Straße ist riesig!“

Folgetreffen für die Planungen für’s Anbaggern:
Mittwoch, 19. Dezember, 19 Uhr
Weitere Infos über Simone Mäckler und Jens Franken.
Stadtbüro Friedrich-Ebert-Straße
Friedrich-Ebert-Straße 32-34, 34117 Kassel
Tel. 0561 - 60 285 - 630
stadtbuero@friedrich-ebert-strasse.net

Tel: 0561. 60 285 - 630
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